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Wettbewerbe
J Bundeswettbewerb Jugend forscht
Vom 28. bis 31. Mai 2026 durfte ich mein Projekt „Varianten
von Serras verdrehter Ellipsenfläche“ beim Jugend-forschtBundeswettbewerb in Herzogenaurach vorstellen. Dort
kamen die Landessiegerinnen und Landessieger aus ganz
Deutschland zusammen, um ihre Projekte zu präsentieren.
Transparente Serra-Figur
Beim Bundeswettbewerb war dann vor allem der Austausch
mit anderen Teilnehmenden, der Jury und vielen interessierten Besucherinnen und Besuchern beeindruckend. Dass
es am Ende unerwartet zu einem dritten Preis gereicht hat,
war natürlich ein schöner Bonus. Besonders in Erinnerung
bleiben mir die vielen Gespräche und die offene Stimmung
beim Bundeswettbewerb. Es war spannend zu sehen, woran andere Jugendliche forschen, und gleichzeitig zu merken, dass sich auch viele Menschen wirklich für mein eigenes Projekt interessierten.
Jakob Fuß (MSS 12) präsentiert seine Jugend forscht-Arbeit
Mein Projekt entstand ursprünglich aus meiner Facharbeit
im Fach Mathematik. Vorgeschlagen wurde mir das Thema
von meinem Vater und seinem Kollegen Duco van Straten.
Besonders spannend fand ich, dass man hier abstrakte Mathematik nicht nur in Formeln beschreibt, sondern auch
sichtbar machen und sogar als 3D-Modell drucken kann. Ich
habe untersucht, wie man solche verdrehten Ellipsenflächen
mathematisch beschreiben und verschiedene Varianten davon konstruieren kann. Dafür habe ich mit Computer-Algebra-Software gearbeitet und eigene Python-Programme für
3D-Modelle geschrieben. Einer der besten Momente war,
als eine Formel tatsächlich funktionierte und die Fläche am
Computer sichtbar wurde. Die größte Schwierigkeit war das
Dranbleiben. Das Projekt zog sich über viele Monate, und
oft musste ich nach Sackgassen neu anfangen. Gerade dadurch habe ich aber viel gelernt.
O S G - P O S T I L L E 2025/ 2026 · AU S G A B E 2 · J U N I 2026
Jakob Fuß (MSS 12) mit Anja Faatz bei der Preisverleihung
Rückblickend war „Jugend forscht“ für mich deshalb eine
Erfahrung, die weit über Mathematik hinausgeht: Man lernt
oft gerade dann am meisten, wenn etwas nicht sofort funktioniert. Mathematik hat dabei erstaunlich viel mit dem Rest
des Lebens gemeinsam: Man kommt selten direkt ans Ziel,
sondern meistens über Umwege.
Jakob Fuß (MSS 12)
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