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Projekt Meet a Jew
Schneegestöber in Osthofen
Im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler vorbereitet und mögliche Fragen gesammelt. So wollten sie unter
anderem wissen, ob ihre Gesprächspartner im Alltag offen
mit ihrer jüdischen Identität umgehen, welche Erfahrungen
sie mit Antisemitismus gemacht haben oder welche Rolle
die nationalsozialistische Vergangenheit in ihren Familien
spielt. Viele weitere Fragen ergaben sich dann ganz spontan im Gespräch mit den beiden jungen jüdischen Gästen,
die offen und ehrlich von ihrem Alltag, ihrem Glauben und
ihrer Identität sowie von ihren persönlichen Erfahrungen
berichteten. Im Gespräch zeigte sich die große thematische
Bandbreite: Neben Einblicken in das jüdische Leben heute nahmen auch Fragen zur Geschichte, zu Erfahrungen in
der Familie und zum Umgang mit der Vergangenheit einen
wichtigen Raum ein.
reges Interesse, brachte uns neue Erkenntnisse und vor allem Verständnis für das Vorgehen zur damaligen Zeit. Zudem wurden wir erinnert, warum es so unglaublich wichtig
ist, ein solches Regime, um jeden Preis zu verhindern und
dass „Nie wieder“ wirklich jetzt ist.
Das Treffen war für uns sehr bewegend und berührend. Es
hat gezeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen sind,
um Verständnis zu fördern, Perspektiven zu erweitern und
Vorurteile abzubauen – gerade auch im Hinblick auf unsere
bevorstehende Fahrt nach Auschwitz. Zugleich hat uns die
Begegnung noch einmal dafür sensibilisiert, wie bedeutsam
ein reflektierter und persönlicher Zugang zur Geschichte
ist – eine Perspektive, die wir in unsere Gedenkstättenfahrt
mitnehmen werden.
Sina Schiffel-Eimermann
J Schneegestöber in Osthofen
Am Dienstag, dem 03.02.2026, besuchten der Leistungskurs
Geschichte sowie die Grundkurse Geschichte von Frau Kirschenmann und Frau Schiffel (histoire) das KZ in Osthofen.
Dabei stand die Ausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ im Fokus. In dieser
Ausstellung des United States Holocaust Memorial Museum
wurde vor allem die Reaktion der Bevölkerung thematisiert,
sowohl im deutschsprachigen als auch im osteuropäischen
Raum. Dabei stand die Frage „Wie konnte es zum Holocaust
kommen?“, welche vor allem heutzutage wieder wichtiger
denn je ist, im Mittelpunkt. Besonders die Beschäftigung
mit den Berichten und Fotos aus dieser Zeit weckte bei uns
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Im zweiten Teil erfuhren wir, während es bereits anfing zu
schneien, noch viele Informationen über das Konzentrationslager in Osthofen und auch, wie die Bewohner des kleinen Orts diesen Teil aus ihrer Erinnerung scheinen „vergessen“ zu haben. Wir bekamen auch die Möglichkeit, die Halle
zu besichtigen, in der die Gefangenen damals schliefen, und
unter menschenunwürdigen Bedingungen leben mussten.
Auf dem Weg nach Hause mit dem Zug stoppte der Zug
dann allerdings bereits auf der Strecke mehrmals und beendete seine Fahrt vorzeitig. So endete dieser Ausflug zu einem so geschichtsträchtigen Ort fürs Erste erst einmal dort,
doch zum Glück konnten wir doch alle gut und sicher mit
einem anderen Zug nach Mainz kommen.
Karl Bergerau (MSS 11)