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Erinnerungskultur am OSG
J Auschwitz digital erleben:
Bildungsministerin zu Gast am OSG
Besonderen Besuch erhielt das Otto-Schott-Gymnasium am
27. Mai 2026: Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin
Dr. Ute Eiling-Hütig nahm gemeinsam mit Schülerinnen
und Schülern an dem digitalen Rundgang „Auschwitz In
Front of Your Eyes“ teil.
Digitaler Rundgang „Auschwitz In Front of Your Eyes“
Die Veranstaltung richtete sich an jene Schülergruppe, die
wenige Wochen später im Rahmen einer Gedenkstättenfahrt die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besuchen wird.
Über eine interaktive Live-Verbindung wurden die Teilnehmenden von einem Guide vor Ort durch das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager geführt. Dabei konnten
sie historische Orte kennenlernen, Fragen stellen und mehr
über die Geschichte des Lagers erfahren. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte unser Schulleiter Herr Dr. Fritzinger die
Gäste und hob die besondere Bedeutung der Erinnerungsarbeit hervor. Gerade angesichts zunehmender zeitlicher
Distanz zu den Ereignissen des Nationalsozialismus sei es
wichtig, historische Verantwortung zu übernehmen und die
Erinnerung an die Opfer wachzuhalten. Zudem verwies er
auf die aktuelle politische Relevanz der Erinnerungsarbeit
und die Verantwortung, demokratische Werte aktiv zu verteidigen.
Die Schülerinnen Julie Hartmann und Helena Lorenz stellt
die bisherige Vorbereitung der Gedenkstättenfahrt vor und
verdeutlichten, weshalb die Beschäftigung mit Auschwitz
für sie von besonderer Bedeutung ist. Der Generaldirektor
der Auschwitz-Birkenau Foundation Wojciech Soczewica
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wandte sich, live aus Polen zugeschaltet, ebenfalls an die
Teilnehmenden. Er thematisierte die Bedeutung innovativer
Bildungsangebote für die Erinnerungsarbeit und äußerte
die Hoffnung, dass Formate wie „Auschwitz in Front of Your
Eyes“ künftig noch mehr junge Menschen erreichen und für
die Geschichte des Holocaust sensibilisieren können.
Das Otto-Schott-Gymnasium ist die erste Schule in Rheinland-Pfalz, die an diesem Bildungsangebot teilnimmt. Das
Format verbindet historische Bildung und digitale Medien und eröffnet jungen Menschen einen neuen Zugang
zu einem der zentralen Orte der Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen. In ihrem Gespräch mit den
Schülerinnen und Schülern betonte Bildungsministerin
Frau Eiling-Hütig die Bedeutung der Erinnerungsarbeit an
Schulen. Gerade in einer Zeit, in der immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen von ihren Erfahrungen berichten
können, seien neue Wege der Vermittlung wichtig, um die
Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus lebendig zu halten.
Auch die Schülerinnen und Schüler verfolgten den Rundgang mit großem Interesse. Eine Teilnehmerin beschrieb
die Veranstaltung als „gute Vorbereitung“ auf die bevorstehende Gedenkstättenfahrt: „Jetzt weiß ich ein bisschen besser, worauf ich mich mit dieser Fahrt einlasse.“ Eine andere
Schülerin bezeichnete die Veranstaltung als „besonderes Erlebnis“. Trotz einiger technischer Schwierigkeiten hätten ihr
die eingeblendeten Zeitzeugenberichte und historischen
Quellen geholfen, sich eine Vorstellung von Auschwitz zu
machen. Im Anschluss an den Rundgang fand eine gemeinsame Gesprächsrunde statt, die von Birgit Kita, Koordinatorin der SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz e. V., moderiert wurde. Dabei wurden insbesondere die Eindrücke des
digitalen Besuchs und die Umsetzung des Formats aufgegriffen.
Der Vergleich zwischen digitalem Rundgang und persönlichem Besuch wird zeigen, welche Chancen und Grenzen
dieses neue Format für die Erinnerungsarbeit bietet.
Julie Hartmann, Joséphine Baab (beide MSS 11)
und Sina Schiffel-Eimermann
J Jüdisches Leben in Mainz –
Geschichte und Gegenwart vor Ort
Zur Vorbereitung auf unsere Gedenkstättenfahrt in das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager AuschwitzBirkenau im Sommer setzten sich Schülerinnen und Schüler
der Jahrgänge 10 und 11 im Rahmen weiterer Programmpunkte intensiv mit jüdischer Geschichte und Gegenwart
auseinander – auch bei verschiedenen Exkursionen in
Mainz.