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Leo (6a) und Estelle Kersten (6e)
Performance der Preisträger
reiche waren spannend. Besonders „Arbeitswelt“, weil viele
Ideen direkt etwas mit dem Alltag zu tun hatten. Was uns
wirklich überrascht hat: Da standen Viertklässler neben
Achtklässlern, und alle haben ihre Projekte total ernst genommen. Es ging überhaupt nicht ums Alter, sondern nur
darum, wie gut die Idee ist und wie viel Arbeit dahintersteckt. Jonathan Schuster (7e) trat auch an im Fach Mathematik/Informatik. Es war beeindruckend zu sehen, wie sicher er sein Projekt präsentiert und alle Fragen beantwortet
hat. Allein dort vorne zu stehen, ist schon eine große Leistung. Am meisten Spaß gemacht hat der Austausch mit den
anderen Teilnehmenden. Man kommt schnell ins Gespräch,
erklärt sich gegenseitig die Projekte und merkt überall, wie
viel Mühe und Zeit investiert wurde. Irgendwie waren alle
total neugierig und hatten Lust, über ihre Ideen zu reden.
essen gefahren – und dann kam die Siegerehrung. Als die
Chemie-Gruppen aufgerufen wurden, wurde uns langsam
mulmig. Immer mehr Gruppen wurden nach vorne gerufen,
bis nur noch drei übrig waren: wir, eine Dreiergruppe und
eine Einzelperson. Zuerst wurde die Dreiergruppe aufgerufen. Dann wurde es still. Die Ansage hat sich gefühlt ewig
hingezogen. Schließlich wurde die Einzelperson nach vorne
gebeten. In diesem Moment wussten wir: Wir haben gewonnen. Das konnten wir kaum glauben. Zusätzlich haben
wir einen plus-MINT-Sonderpreis bekommen. Damit dürfen
wir in der letzten Ferienwoche in ein Forschercamp im Internat Louisenlund ganz im Norden Deutschlands fahren. Dort
verbringen wir eine Woche mit anderen Preisträgern, gehen
zum Beispiel mit einem Forschungsschiff auf die Schlei, untersuchen Proben und arbeiten an eigenen Ideen weiter –
Dinge, für die im normalen Unterricht oft gar keine Zeit ist
und bei denen man einfach selbst ausprobieren kann, was
funktioniert. Abends sitzt man zusammen, tauscht sich aus
und merkt schnell, dass alle für ihre Projekte genauso brennen. Darauf freuen wir uns jetzt schon richtig.
Dann kam die Jury. Und das war nochmal etwas ganz anderes. Wir wurden zweimal bewertet, jeweils von drei Juroren.
Eine Runde war eher allgemein, die andere deutlich genauer und viel kritischer. Da merkt man schnell, ob man sein
Projekt wirklich verstanden hat. Alles kurz und verständlich
zu erklären, war gar nicht so einfach. Wir waren ziemlich
nervös. Aber genau das gehört wohl dazu. In der Besucherzeit danach wurde es wieder entspannter. Es ist ein richtig
gutes Gefühl, wenn Menschen an den eigenen Stand kommen und sich ehrlich für das Projekt interessieren. Und oft
entstehen genau daraus die besten Gespräche. Besonders
unterstützt hat uns Frau Faatz, die an beiden Tagen dabei
war und uns immer wieder ermutigt hat. Das hat uns sehr
geholfen. Am Abend gab es ein Hip-Hop-Tanzprogramm.
Am Anfang waren viele noch zurückhaltend, aber irgendwann standen fast alle auf der Tanzfläche. Das war eine richtig gute Abwechslung nach einem intensiven Tag.
Am zweiten Tag begann alles mit einem Vortrag über
Boehringer Ingelheim. Dort haben wir Einblicke bekommen, wie man später einmal in solchen Bereichen arbeiten kann und welche Praktika einem offenstehen. Danach
konnten noch einmal Besucher die Projekte anschauen,
wir haben unseren Stand abgebaut und sind zum Mittag-
O S G - P O S T I L L E 2025/ 2026 · AU S G A B E 2 · J U N I 2026
Am Ende können wir nur sagen: Wenn ihr eine Idee habt,
probiert es aus. Es lohnt sich. Vielleicht steht ihr nächstes
Jahr selbst dort auf der Bühne.
Leo und Estelle Kersten (6a, 6e)
J Konrad-Zuse-Jugendpreis
Nachdem das Jahr 2025 durch Jugend forscht äußerst aufregend für mich war, wurde es im April 2026 endlich Zeit,
meinen Konrad-Zuse-Jugendpreis für Informatik entgegenzunehmen.
Die Preisverleihung fand im Deutschen Museum Flugwerft
in München-Schleißheim statt. Wieder eine lange Anreise,
dafür durfte ich mir aber kostenlos mit meiner Familie das
Museum und die wunderschöne Natur im Park in Schleißheim angucken. Die Preisverleihung selbst war auch sehr
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