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Engagement am OSG
J Laufen für globale Gerechtigkeit
Das OSG bei der Aktion Tagwerk in der
MEWA Arena
Am Montag, dem 23. Juni 2025, beteiligten sich 25 Schülerinnen und Schüler unserer Schule an einem besonderen Spendenlauf im Rahmen der entwicklungspolitischen
Schulkampagne „Aktion Tagwerk – Dein Einsatz zeigt Wirkung“. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem 1.
FSV Mainz 05 rund um die MEWA Arena statt – und bildete
den Auftakt zur bundesweiten Aktionswoche. Insgesamt
versammelten sich rund 300 Schülerinnen und Schüler aus
Rheinland-Pfalz zum ersten gemeinsamen Spendenlauf mit
dem 05er-Klassenzimmer. Auch unsere Gruppe war mit viel
Motivation und Einsatz dabei.
Ahnen unterstrichen ebenfalls, wie wichtig diese Form von
Engagement für die Entwicklung von Mitgefühl, Eigenverantwortung und globalem Denken ist.
Unsere Läuferinnen und Läufer zeigten nicht nur sportliche
Ausdauer, sondern auch ein starkes Zeichen der Solidarität.
Begleitet wurde der Tag von verschiedenen Workshops und
Mitmachaktionen rund um die Themen Kinderrechte, Gesundheit und globale Zusammenhänge. Die Veranstaltung
wurde unterstützt durch die Mainzer Kinderrechtsorganisation HUMAN HELP NETWORK e.V. und von zahlreichen Partnern aus Schule, Zivilgesellschaft und Medien.
Der Tag hat gezeigt, wie sinnvoll es ist, sich gemeinsam für
eine bessere Welt zu engagieren – und dass auch kleine
Schritte eine große Wirkung entfalten können!
Sina Schiffel-Eimermann
J Globale Tage am OSG – eine Welt, viele
Perspektiven, deine Gedanken
Von Afrika über Ernährung, Fashion, Klima, Rassismus, koloniales Erbe und Zukunftsfragen – die ganze Jahrgangsstufe
10 war eingeladen, sich drei Tage intensiv mit Fragen der
Globalen Entwicklung und dem Ziel der Nachhaltigkeit in
verschiedenen Bereichen zu beschäftigen.
Vom 21.-23.01.2026 hieß es bereits zum sechsten Mal im
Rahmen der Projekttage „Globale Tage“ mitdenken, mitreden, Perspektiven wechseln und mitgestalten. Die Schüler.
innen konnten sich in einen von sechs verschiedenen Themenworkshops einwählen. Dem Team der Globalen Tage (s.
u.) ging es dabei darum, persönliches Interesse und Engagement der SchülerInnen mit jenen Menschen vor Ort und
Expert.innen zu verbinden, die sich lokal und global engagieren, die Wissen darüber vermitteln und die mit den Lernenden ins Gespräch kommen.
Frau Schiffel-Eimermann mit der OSG-Läufergruppe
Die Aktion Tagwerk will nicht nur auf die Bedeutung von
globaler Solidarität aufmerksam machen, sondern jungen
Menschen auch konkrete Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Das Ziel: Bildung und Gesundheit für alle ermöglichen
– ganz im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele 3 und 4. Das
beeindruckende Engagement von über 82.000 Schülerinnen und Schülern bundesweit zeigt, wie viel man gemeinsam bewegen kann.
Auch die Politik zeigte sich beeindruckt: Ministerpräsident Alexander Schweitzer, der erstmals die bundesweite
Schirmherrschaft übernommen hat, betonte: „Der ganz unmittelbare und persönliche Einsatz, den junge Menschen in
Rheinland-Pfalz und deutschlandweit mit der Teilnahme an
dieser Aktion beweisen, fordert meinen ganzen Respekt.“
Bildungsminister Sven Teuber und Finanzministerin Doris
O S G - P O S T I L L E 2025/ 2026 · AU S G A B E 1 · JA N UA R 2026
Junge Menschen aus zwei Kontinenten in Verbindung bringen, die gemeinsam lachen, singen und tanzen – das war
eines der Highlights des Themenworkshops „Afrika, Ruanda, Rassismus“. Mit unserer Partnerschule Mburabuturo in
Kigali und dem verantwortlichen Lehrer Francois Nzirorera
traten Lernende beider Schulen miteinander in Kontakt in
einer Live-Videokonferenz. Organisiert wurde dies durch
den dortigen Schulleiter M. Sindayigaya und das Partnerschaftsbüro. In einer weiteren Videokonferenznach Kigali
stellten sich Fidèle Abimana vom Partnerschaftsbüro und
Lorea Châtillon, ehemalige Schülerin des OSG und ehemalige Freiwillige dort, den offenen Fragen der Lernenden, z. B.
ob eine Partnerschaft auf Augenhöhe möglich ist.
Viele deutsche und europäische Museen zeigen bis heute
Objekte, die während der Kolonialzeit geraubt oder unter
unfairen Bedingungen erworben wurden. Auch in unseren
Städten begegnen wir – manchmal offensichtlich, manchmal erst auf den zweiten Blick – Spuren dieser Vergangenheit: Straßennamen, Denkmäler, Gebäude, Museen. Doch
was bedeutet das eigentlich für uns heute? Sind unsere
Städte nicht längst postkolonial? Oder müssen wir erst
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