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Ausflug der 6a zum KZ Osthofen
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Im Rahmen unserer Themenwoche „Für Vielfalt und Toleranz – gegen Rassismus“ sind wir am 30.10.2025 morgens
um acht Uhr mit der S-Bahn nach Osthofen gefahren. Nach
einem kurzen Fußweg kamen wir am ehemaligen Konzentrationslager an.
Schule mal anders
J Themenwoche „Vielfalt und Akzeptanz“
„Rote Karte“ – 05er-Klassenzimmer
Im Rahmen der Themenwoche „Für Vielfalt und Toleranz –
Gegen Rassismus“ stand für die 6er auch ein Besuch bei unserem Partner Mainz 05 im Klassenzimmer an.
Zuerst haben wir unsere Rucksäcke und Jacken abgelegt
und uns in einem Seminarraum versammelt. Dort haben wir
mit einem Memory-Spiel angefangen. Man musste immer
ein Bild, eine Überschrift und einen kurzen Text finden, die
zusammengehörten. Da aber jeder nur ein Teil hatte, mussten wir richtig gut zusammenarbeiten, um alle passenden
Kombinationen zu finden.
Danach begann der Außenrundgang. Als Erstes standen wir
wieder vor dem Eingang des KZ. Wir bekamen alle ein altes Foto und sollten vergleichen, was darauf zu sehen war
und wie es heute aussieht. Auf dem Bild war zum Beispiel
ein Mann im weißen Kittel zu sehen und wir fanden heraus,
dass es ein Arzt war. Wir erfuhren aber, dass er die Häftlinge
nicht wirklich medizinisch versorgte. Stattdessen musste er
nur bestätigen, dass sie „gesund“ waren, egal wie es ihnen
tatsächlich ging. Viele waren krank und schwach. Außerdem
sollte er erkennen, ob jemand bald sterben würde. Diese
Personen wurden dann entlassen, weil Osthofen kein Vernichtungslager war.
Die 6b im Mainzer Stadion mit Anna Donner
Toleranz und Fairness spielen im Sport eine besondere Rolle. Wie gehen Spieler und Spielerinnen mit Rassismus um?
Wie kann man sich verhalten, wenn man Rassismus mittelbar und unmittelbar erlebt? Darum und um vieles mehr
ging es bei diesem Workshop, der das Thema nochmal von
einer anderen Seite beleuchtet hat.
Highlights waren natürlich die Besuche der 05er-Spielerinnen, die offen für alle Fragen waren.
Sandra Arand-Jakobs
6a im Konzentrationslager Osthofen
Dann gingen wir in die Schlafhalle. Diese war zwar sehr
groß, doch es mussten auch sehr viele Menschen darin
schlafen. Sie mussten ohne Matratze und ohne Decken auf
dem nackten Boden schlafen. Sie trugen immer dieselben
Sachen, die sie bei ihrer Einlieferung anhatten und die hygienischen Bedingungen waren sehr schlecht. Außerdem
mussten die Häftlinge den ganzen Tag hart arbeiten. Dabei
mussten sie oft völlig sinnlose Aufgaben verrichten. Ein Beispiel war, dass einer Nägel krumm schlagen musste und ein
anderer sie wieder gerade machen sollte. Die Inhaftierten
wurden misshandelt und bekamen nur ganz wenig zu essen. Um jedoch nach außen den Eindruck von „glücklichen
Häftlingen“ zu erwecken, wurden sie manchmal gewaThemenwoche im Jahrgang 6 „Vielfalt und Toleranz“
O S G - P O S T I L L E 2025/ 2026 · AU S G A B E 1 · JA N UA R 2026
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